Auf der 19. Ausbildungsmesse in Memmingen wurde deutlich: Das Handwerk ist digitaler und moderner denn je. Besonders am Stand der Elektro-Innung Unterallgäu/Memmingen drängten sich die Besucherinnen und Besucher – denn dort konnten sie mit einer Virtual-Reality-Brille (VR) die Welt moderner Energietechnik hautnah erleben.
Wie funktioniert das Zusammenspiel von Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Wallbox? Welche Rolle spielt das Elektrohandwerk bei der Energiewende? Mit einer realitätsnahen VR-Simulation tauchten Jugendliche direkt in den Berufsalltag von Elektronikerinnen und Elektronikern ein.
Insgesamt präsentierten auf der Messe rund 140 Betriebe und Institutionen über 220 Ausbildungsberufe und 100 Studiengänge. Das Netzwerk „Schule-Wirtschaft Memmingen/Westliches Unterallgäu“ organisierte die Veranstaltung am Staatlichen Kaufmännischen Berufsbildungszentrum (BBZ).
Neben klassischen Handwerksbetrieben informierten auch Industrie- und Dienstleistungsunternehmen über ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Doch der Stand der Elektro-Innung zeigte eindrucksvoll, wie Innovation und Tradition im Handwerk zusammengehen können.
Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung zog sich durch die gesamte Messe. In einem begleitenden Impulsvortrag des Anwenderzentrums Material- und Umweltforschung (AMU) der Universität Augsburg wurde betont, dass KI zwar Arbeitsprozesse unterstützen kann, aber den Menschen nicht ersetzt.
Gerade deshalb setzt die Elektro-Innung auf praxisnahe Erlebnisse: Technik begreifbar machen, Begeisterung wecken, Talente fördern. Der Einsatz von Virtual Reality ist dafür ein Paradebeispiel.
Der Memminger Oberbürgermeister lobte die Messe als „Erfolgsmodell zur Fachkräftesicherung in der Region“. Auch Vertreter des Bayerischen Landtags betonten, dass gut ausgebildete Fachkräfte das Fundament von Wirtschaft und Gesellschaft bilden.
Mit modernen Präsentationen wie dem VR-Erlebnis zeigte das Elektrohandwerk, dass es junge Menschen auf Augenhöhe anspricht – mit Technik, Sinn und Perspektive.