Bahnbrechende technische Neuerungen und gleichzeitig eine herausfordernde wirtschaftliche Lage in Deutschland: Der Fachbereich Informationstechnik hat die Herausforderungen fest im Blick und stellt sich mit vereinten Kräften für die Zukunft auf.
Das wurde bei der Herbsttagung am 14./15. November 2024 deutlich, bei der die Mitglieder des Fachbereichs aus ganz Bayern in Straubing zusammenkamen. Mit dabei waren auch Kreishandwerksmeister und stv. Obermeister Erwin Reith und die beiden Fachbereichsleiter der Innung Donau-Isar-Wald, Wolfgang Reith und Hans Fischer.
Auch wenn auf der Tagung zwei Tage lang Zukunftsmusik gespielt wurde – zuerst wurde in die Vergangenheit geblickt, denn Straubings Bürgermeister Werner Schäfer, zugleich Historiker, gab im Zeitraffer einen Rückblick auf die Geschichte der Stadt Straubing. „Hier waren das Handwerk und die Zünfte schon im Mittelalter stark, und das ist Dank der Kreishandwerkerschaft Donau-Wald zum Glück auch so geblieben“, erklärte er.
Verbandsgeschäftsführer Reinhard Stiegler informierte über aktuelle Themen des Verbands und stellte den Tagungsteilnehmern die Frage, mit welchem Vorschlag in die nächste Tarifverhandlung gegangen werden soll. „Wir favorisieren die drei Prozent“, erklärte Stiegler. Auch Erwin Reith plädierte dafür, „mit einem reellen Wert“ zu beginnen.
Stiegler teilte mit, dass es für langjährige Mitarbeiter im kommenden Jahr einen Treueurlaub geben wird. Der Mindestlohn im Elektrohandwerk wird ab dem nächsten Jahr auf 14,41 Euro erhöht. Das Tariftreuegesetz werde nach Einschätzung Stieglers nach dem Ende der Ampel-Koalition wohl nicht eingeführt. Ein weiteres diskutiertes Thema sei die Einführung einer Teilzeitkrankschreibung, etwa für den Fall, dass ein Mitarbeiter mit einem gebrochenen Bein im Homeoffice arbeiten könne. Die praktische Umsetzung könnte sich hier aber schwierig gestalten, schränkt Stiegler ein.
Abschließend appellierte Stiegler an die Teilnehmer, mit Ideen zur Unterstützung der Fachmesse „eltec“ in Nürnberg beizutragen und diese auch persönlich zu besuchen, um die Messe nach Ausstellerabsagen zu stärken. „Bitte lassen Sie uns nicht im Stich“, so sein eindringlicher Appell.
Bei der Tagung wurden außerdem umfassende fachliche und rechtliche Informationen vermittelt. Landesfachbereichsleiter Andreas Baumann informierte über aktuelle Themen wie die Prüfungsergebnisse der bayerischen Auszubildenden sowie die EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur. Dabei betonte er, dass die Hersteller in der Verantwortung stünden. Allerdings seien noch zahlreiche Fragen offen, etwa wie ein „angemessener Preis für Reparaturen und Ersatzteile“ sowie eine „angemessene Reparaturfrist“ genau definiert werden könne.
Auch zur bevorstehenden Abschaltung einiger Programme in SD-Qualität gingen bereits zahlreiche Anfragen ein. „Zunächst muss aber geprüft werden, ob der Fernseher diese Formate überhaupt unterstützt“, erläuterte Baumann. Zu diesem Thema wurde eine Vertreterin des Bayerischen Rundfunks digital zugeschaltet.
Abschließend nahm Baumann seine Kolleginnen und Kollegen mit auf einen ausführlichen virtuellen Bilder-Rundgang über die IFA in Berlin, wo von überdimensionalen Fernsehgeräten bis hin zur selbstreinigenden Katzentoilette zahlreiche technische Neuheiten präsentiert wurden.
Im Zentrum der Veranstaltung standen die Neuwahlen im Landesfachbereich Informationstechnik. Andreas Baumann aus Bayreuth wurde wieder zum Vorsitzenden des Landesfachbereich Informationstechnik gewählt. Sein Stellvertreter bleibt Wolfgang Reith, aus Wiesenfelden.
Am Rande der Tagung blieb genügend Zeit zum persönlichen Austausch. Vor einem gemeinsamen Abendessen besuchten die Gäste auch die Miniaturwelt „BlueBrix“, in der ebenfalls eine Menge Technik steckt.